BRU'S – Alles für Männer

Grubis Weine:
Feine Veltliner aus der Wachau

Das Wissen über Wein gehört wohl zu den umfangreichsten Wissensgebieten im Leben eines (reifen) Mannes. Doch die Vielfalt von Reben, Lagen und Winzern überfordert mich, weshalb ich mich meist an den Rat von Freunden halte, die mir schon den einen oder anderen guten Tropfen eingeschenkt haben. Oder aber ich frage bei einem Weinhändler meines Vertrauens nach, zum Beispiel bei Grubis Weine aus meiner Heimat Niederbayern.



„Grubi“ alias Thorsten Grubmüller ist meines Erachtens eine Koryphäe, was Weinwissen angeht. Nach seiner Zeit als Koch in diversen Sterne-Tempeln widmet er sich er nun in Vollzeit seiner zweiten Leidenschaft – dem Wein. Netterweise hat er mir kürzlich ein paar Flaschen zusammengestellt, alles feinste grüne Veltliner aus der Wachau.



Entdeckung! Grabenwerk und Veyden-Malberg

Neben den klassischen Winzern wie Knoll oder F. X. Pichler mischte Grubi in das Probierpaket auch neue, innovative Weinbauern wie Grabenwerk oder Veyden-Malberg. Wir begannen unsere kleine Weinprobe mit dem 2018er „Liebedich“ von Veyden-Malberg, einem der ersten Winzer in der Wachau, die von Hand bewirtschaften und unabhängig von Öchsle-Graden den optimalen Erntezeitpunkt der Trauben ohne den typischen Botrytispilz-Befall wollen. Das Ergebnis ist ein klarer, mineralischer grüner Veltliner, der sich im Sommer herrlich trinken lässt.



Als nächstes Weingut stand die Grabenwerkstatt auf dem Programm. Franz Hofbauer und Michael Linke pflegen und ernten die Rebstöcke mit Schubkarre, Hacken und Schaufeln und verzichten dabei konsequent auf Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. So gelingt es ihnen, das Optimale aus jeder Rebe herauszuholen. Die Weine „Grabenwerk“ und „Wachauwerk“ von 2018 unterscheiden sich bereits in der Nase deutlich von den anderen Weingütern. Am Gaumen setzt sich dies fort: Zitrusnoten und weiße Beeren schmeckt man beim „Grabenwerk“ mit einem kleinen Hang zu dem von Orange-Weinen gewohnten Geschmack; „Wachauwerk“ war für mich einen Hauch eleganter.



Die Legendären: Knoll und Pichler

Doch jeder in unserer kleinen Runde wollte nun die großen Namen der Wachau, Emmerich Knoll und F. X. Pichler, testen – zwei Winzer, die es zu Weltruhm gebracht haben. Seit 70 Jahren wacht bei Pichler der Heilige Urbanus auf dem kultigen Etikett über einen der besten Weine aus der Wachau.


Klassiker von Knoll: Der „Kreutles Federspiel“

Schon der leichtere „Kreutles Federspiel“ besaß Nuancen von Tropenfrucht, typisch für die Stilistik der Knoll-Weine. Übertroffen im Geschmack wird er noch vom etwas schweren „Loibenberg Smaragd“, der für mich den perfekten Grünen Veltliner verkörpert. 



Doch wie immer im Leben gibt es auch hier noch Steigerungspotential: Der „Loibenberg Smaragd“ von F. X. Pichler ist nochmals feiner in der Nase und schafft am Gaumen ein exquisites Bouquet von Sommerfrüchten. Nicht ohne Grund wurde F. X. Pichler von Parker in die Riege der 100 besten Weingüter aufgenommen. Ein großartiger Wein mit hohem Lagerungspotential!



Geheimtipp: Veyder-Malberg

Meinen Favoriten haben wir letztlich am Schluss der Runde getrunken, den „Hochrain“ von Peter Veyder-Malberg. Ein ungemein stimmiger grüner Veltliner mit einem fantastischem Gaumenbild und langem Abgang. Unbedingt probieren!



Und so ging unsere Reise durch die Wachau und ihre Weingüter mit einem überraschenden Wein zu Ende, die unser Weinführer Grubi so perfekt vorbereitet hatte. Ich bin schon gespannt, welche Region oder welche Rebe er uns als nächstes vorstellt. Eins ist für mich jedenfalls sicher: In Sachen exklusive Weine kommt man an Grubis Weine nicht vorbei. Er stellt sicherlich auch für eure nächste Weinrunde ein grandioses Paket zusammen, um eure Favoriten zu finden.


Photo By: Heidi Reutter

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