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Youngtimer: Die Oldies der Zukunft

Wenn man über Oldtimer spricht, kommt jeder auf das Thema Wertsteigerung zu sprechen (meist diejenigen, die keinen Oldtimer besitzen). Wäre es da nicht interessant, die zukünftigen Highflyer der Oldtimer-Szene zu kennen und jetzt schon zum Schnäppchenpreis zu erwerben? Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Zum einen werden heutige Autos in Stückzahlen hergestellt, die Preisexplosionen wie bei einem Ferrari 250MM, von dem es sicher nicht mehr als 50 Stück gibt, zulassen. Und die Fahrzeuge, die selten und exotisch genug sind, sind häufig schon lange in Sammlerhand. Aber es gibt Autos, von denen früher oder später die Experten sagen werden, dass man sie nur rechtzeitig kaufen hätte sollen. Was aber nicht heißt, dass man damit reich wird. Und ihr werdet feststellen, wie schwer es wird, sich von seinem über die Jahre liebgewonnenen Begleiter zu trennen. Außerdem sollten Autos gefahren werden und nicht in durchlüfteten Plastiksäcken auf Wertsteigerung warten. Also: Hier kommt meine Liste:

BMW Z 1

BMW Z1

BMW Z1

Das damalige Vorzeigestück bayerischer Ingenieurskunst scheidet immer noch die Geister wegen seines gewöhnungsbedürftigen Designs. Auch sind heutzutage seine 80er Jahre-Farbkombinationen gewöhnungsbedürftig. Aber sehr viel freier als mit heruntergefahrenen Türen kann man sich in einem Automobil nicht bewegen. Da er auch nicht wirklich erfolgreich war, sind die Stückzahlen auch ein Garant für Wertsteigerungen. Insgesamt erwirbt man mit dem Z1 ein vollkommen alltagstaugliches Sommerfahrzeug, das aufgrund der Wertarbeit, die dahintersteckt, keine extrem hohen Werkstattkosten verursacht.

BMW Z3

Wenn wir schon bei unserem weißblauen Autobauer sind, fällt mir auch sofort der Z3 ein, allerdings nicht als Cabrio, sondern als Coupé. Die bei der Vorstellung oft als Turnschuh verschriene Form besticht heutzutage durch ihr avantgardistisches Design. Gerade die M-Modelle mit ihren dicken Backen sind ein echter Hingucker. Außerdem lassen die exzellenten Fahreigenschaften keinen Unterschied zu heutigen Sportwagen erkennen. Mit einer Ausnahme: Elektronische Helferlein sucht man noch vergeblich. Darum heißt es gerade bei nasser Fahrbahn, den Gasfuß zügeln! Auch kann man die Heckschleuder nicht unbedingt als Winterauto bezeichnen.

BMW Z3 Coupe

BMW Z3 Coupe

Gerade in München sieht man wieder mehrfach Z1 Coupé im Straßenbild auftauchen und jedes Mal drehen sich die Köpfe der von Porsche und anderen Sportwagen verwöhnten Crowd. Preislich ist das für seine stattlichen Fahrleistungen herausragende Coupé mit einem Einstieg von 25.000 € für ein M Coupé fast billig zu nennen. Allerdings sind für diesen Preis keine Fahrzeuge mit wenig Kilometern und Ausstattungen, die nicht gleich die Augen blenden, zu bekommen.

FERRARI COUPÉ

Ein paar hundert Kilometer weiter südlich werden in Maranello die wohl berühmtesten Autos der Welt hergestellt. Allerdings ist der oft laute und teilweise monströse Auftritt in einem Ferrari nicht jedermanns Sache. Doch es gibt auch Ausnahmen in der Ferrari-Flotte. Die großen Coupés! Wohl eines der schönsten, die jemals gebaut wurden, ist der 456 GT. Mit seiner langen Motorhaube und dem sanft abfallenden Heck zeigt er die klassischen Formen eines Grand Coupés. Auch haben im Innenraum noch nicht die Carbon-Orgien heutiger Sportwagen stattgefunden. Bequem, gediegen, aber trotzdem sportlich ist wohl die beste Beschreibung für den Innenraum, so dass man sich sofort wohl fühlt. Und das „Cavallo rampante“, das einem sofort ins Auge springt, sorgt dafür, dass man nicht vergisst, dass man in einem reinrassigen Sportwagen sitzt. Spätestens beim Anlassen gibt einem der Zwölfzylinder keinen Grund, an seiner Rennherkunft zu zweifeln.

Ferrari 456 GT

Ferrari 456 GT

Doch genau hier beginnt das Problem. Gerade 12-Zylinder sind in der Wartung alles andere als billig, was immer mit einkalkuliert werden sollte. Auch wenn der Wagen momentan mit ca. 40.000 € als billig betrachtet werden kann, wenn man den Neuwagenpreis und den Preis für ähnliche Wagen bedenkt, die bei weitem nicht so exklusiv sind. Auch kriegt man für dieses Geld kein gepimptes, verrostetes Groschengrab, sondern einen gepflegten Wagen mit relativ wenig km. Nichtsdestotrotz fährt man einen exklusiven Wagen, der an Unterhaltskosten locker 5.000 –7.000 Euro im Jahr verschlingt und da ist noch nichts kaputt gegangen. Solche Luxusschlitten sind halt nicht auf Wartungsfreundlichkeit, sondern auf Kraft und Leistung ausgerichtet. Und das kostet!

Na, habt ihr schon euren Wunsch-Youngtimer im Visier? Fortsetzung folgt…

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Photo By: BMW, Jan A., S. Yasnin, C. Smith, The Car Spy

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