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Foodporn oder Kommt Ästhetik von „essen“?

Na, habt ihr über Weihnachten auch wieder eifrig gepostet? Habt ihr den Gänsebraten ins rechte Licht gerückt und schön die Würstchen mit Kartoffelsalat fotografiert? Gehört ihr auch zu den Instagram-Addicts, bei denen – so wie bei mir – das Essen zwangsläufig abkühlt, weil ich es erstmal ordentlich ablichten muss?

Sieht gut aus und schmeckt gut: getrüffelte Pilzcreme auf Kartoffelbrot

Sieht gut aus und schmeckt gut: getrüffelte Pilzcreme auf Kartoffelbrot

Das Thema Food ist ein großes auf den sozialen Medien, denn Essen ist gelebte Lebenslust und zur Schau gestellter Lifestyle nach dem Motto: Schaut her, was ich Schönes esse – so cool bin ich!

Moment mal - das Essen muss fotografiert werden!

Moment mal – das Essen muss fotografiert werden!

Begriffe wie Foodporn kommen also nicht aus dem Nichts, sondern sind ein Beispiel dafür, wie das exponierte Essen die Gesellschaft prägt und verändert. Dieses hoch spannende Thema war kürzlich auch Gegenstand einer lebhaften  Diskussion beim mittlerweile fünften KitchenLAB, einer losen Veranstaltungsreihe des edlen Küchen-Einrichters Dross & Schaffer Ludwig 6 in München und der PR-Agentur storykitchen.

Foodporn: Gebeizter Wasabi-Lachs mit Miso-Dressing

Foodporn: Gebeizter Wasabi-Lachs mit Miso-Dressing

In geselliger Runde und bei köstlichen Häppchen wie warmen Ziegenfrischkäse-Knödel mit Balsamico-Beete oder Entenkeulen-Ragout mit Kartoffelpüree und Maronen wurde leidenschaftlich debattiert, ob die Inszenierung und die Optik heute wichtiger als der Inhalt sind und wie sich die Food-Fotografie verändert in den letzten Jahrzehnten hat.

Auch das Bier folgt dem Diktat des Designs...

Auch das Bier folgt dem Diktat des Designs…

Mit dabei waren etablierte Food-Journalisten wie Frnaz Kotteder von der SZ, Elke Westphal von der Zeitschrift „meine Familie & ich“ (die immer an Supermarktkasse ausliegt), die Food-Verständige und Konzepterin Telse Bus sowie der Art Director Marc Gallo, der das Produktdesign für sein eigenes Craft-Beer-Label namens Hopfmeister entwickelt hat.

Good old times: Food-Zeitschriften von früher

Good old times: Food-Zeitschriften von früher

Dass sich die Food-Fotografie und damit auch die Inszenierung von Essen maßgeblich verändert und geradezu inflationär geworden ist, darin waren sich alle einig. Genauso wie in der keineswegs neuen Erkenntnis, dass Essen am Ende vor allem schmecken muss. Aber es ist, wie es ist: Das Auge isst mit! Und unsere Follower eben auch.

Die wichtigste Erkenntnis: Am Ende geht es um den Geschmack!

Die wichtigste Erkenntnis: Am Ende geht es um den Geschmack!

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